HR Beratung #101 – Geschäftsführung und Personal müssen sich gegenseitig vertrauen können

Zwar ist es für die geschulten Augen der Kräfte der Personaler nicht immer einfach solche hier angesprochenen Diskrepanzen schnell zu lokalisieren, aber es ist für den Erfolg des Unternehmens entscheidend, dass Mitarbeiter und Geschäftsführung sich gegenseitig vertrauen können. Aus diesem Grund sollten eine gesunde Mitarbeiterbindung und ein ständiger Dialog das Ziel des Unternehmens im Umgang mit den Angestellten sein. Nur so kann eine Vertrauensbasis geschaffen werden, die der Firma eindeutig vermitteln, ob das Gehalt bei den aktuellen Marktanforderungen wirklich noch angemessen ist.

So sind wöchentliche Meetings, um etwa transparent die aktuelle Geschäftslage zu besprechen, eine gute Möglichkeit, um eine vertrauensvolle Atmosphäre der Gleichberechtigung herzustellen.

Doch auch schon hier kann man als pflichtbewusster Geschäftsführer viel falsch machen. Denn wenn man diese so breit angekündigten Besprechungen am Ende in der Umsetzung selber gar nicht so ernst nimmt und vielleicht sogar ständig zu spät erscheint, zeigt man den Mitarbeitern nur, dass deren Input im Endeffekt gar nicht so wichtig ist, wie zuvor angekündigt. Folgerichtig werden die Teammitglieder begreifen, dass die Meetings nur dem Schein dienen sollen und gar nicht konstruktiv einer Stärkung der Mitarbeiterbindung dienen. Somit kann bereits ein erster Bruch des Vertrauens die Folge sein.

Solchen Fallstricken zu entgehen, ist für die effektive und sinnvolle Prävention potentiellen Betrugsfälle von maßgeblicher Bedeutung. Methoden, die tatsächlich funktionieren, haben wir im Folgenden zusammengestellt.

Zusammenfassend – Der Betrug sollte unbedingt verhindert werden

Kompetente Personaler sollten die Lebensläufe der Mitarbeiter akkurat prüfen und etwaige Unstimmigkeiten schnell mit den Verantwortlichen kommunizieren und bestmöglich aufklären. Denn Unehrlichkeit innerhalb der Mitarbeiterunterlagen und den Zeugnissen sind schon ein erstes Indiz für einen potentiell problematischen Mitarbeiter.

Lügen müssen Sie unbedingt gut erkennen können, sodass Sie schon im Bewerbungsprozess vor der Anstellung feststellen, ob der Bewerber tendenziell zur Unwahrheit neigt. Mit feinfühligem, fachmännischem Know-how werden Sie mit dieser kurzen Übersicht sicher dafür Sorge tragen können, dass es in der Firma zu keinen unschönen Betrügereien kommt und so ein ehrliches Vertrauensverhältnis bestehen bleibt.

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Die Ursachen für den Betrug in der Firma – gibt es einen Hintergrund?

Laut Umfragen sehen sich Mitarbeiter bereits etwa durch diverse, massive Kontrollmechanismen extrem bestärkt, die bestehenden Regeln zu hinterfragen und die Firma zu hintergehen. Das heißt, dass die Präventivmaßnahmen in vielen Fällen gerade den umgekehrten Effekt haben und der Mitarbeiter sein Vertrauen in den Betrieb verliert.

Wenn dann noch das Gehalt des Mitarbeiters in dessen Augen nicht den tagtäglich gelieferten Leistungen entspricht, kommt er vielleicht ein bisschen ins Grübeln. Manchmal reicht auf dieses Konstrukt aus dem Gefühl von Ungerechtigkeit schon ein kleiner Tropfen, wie beispielsweise eine neue, immer wiederkehrende Mahnung der offenen Rechnungen, um aus dem guten, vertrauenswürdigen Mitarbeiter einen Dieb zu machen. Der Schaden der dann allerdings dem fundamentalen Unternehmenskorpus entsteht, ist dem Täter in den meisten Fällen zu diesem Zeitpunkt gar nicht bewusst. Zumindest nicht in der Gänze. Und Rücksichtnahme auf Einzelschicksale kann sich eine Firma ohnehin nicht erlauben.

Aber eines ist selbst ihm schon jetzt klar: Sobald der Betrug auffliegt, ist das Vertrauen hin und die Kündigung steht ins Haus. Das empfiehlt jede Startup Personal Beratung.

Für Geschäftsführung und Personalabteilung, die für den Mitarbeiter gebürgt haben, ist ein solcher Betrug selbstredend eine herbe Enttäuschung. Oft hat es aber auch zusätzlich andere Ursachen, dass es der Täter mit der Ehrlichkeit gegenüber dem Betrieb plötzlich nicht mehr so ernst nimmt.

Oft unterschätzte Risikofaktoren sind:

  • Unzufriedenheit mit den Anforderungen
  • Gefühl fehlender Wertschätzung
  • Vorwurf ungerechter Bezahlungsstrukturen
  • Probleme aus dem privaten Umfeld und die Suche nach einer schnellen Lösungsmöglichkeit
  • Gefühl der Unantastbarkeit/Überlegenheit
  • Streitigkeiten unter den Mitarbeitern
  • Rachegelüste für die Firma

Betrug im eigenen Unternehmen – der Mitarbeiter als Risikofaktor?

Wenn das Vertrauen hin ist, bewegt sich das Arbeitsverhältnis auf dünnem Eis. Innerhalb eines Unternehmens kommt es dennoch leider vereinzelt immer wieder vor, dass ein Arbeitnehmer dem Betrieb schadet, indem er seine Vorgesetzten und/oder die Kollegen betrügt. Viele Arbeitgeber nehmen das Lügen im Betrieb oft auf die zu leichte Schulter, wodurch sie die Bedeutung und Auswirkung eines solchen Vertrauensbruchs zu sehr herunterspielen.

Denn nicht nur ein wissentlicher Diebstahl von Firmeneigentum zählt als Betrug, sondern beispielsweise schon die simple Vortäuschung einer nicht bestehenden Krankheit stellt bei weitem kein Kavaliersdelikt dar. In jedem zweiten deutschen Unternehmen gehört der vereinzelte Betrugsfall übrigens heute schon zum Arbeitsalltag.

Was aber genau die Ursachen für Betrug am Arbeitsplatz sein könnten, wie man sich als Betrieb davor schützen kann und warum es so wichtig ist, eine gesunde Mitarbeiterbindung herzustellen, um damit präventive Maßnahmen zu ergreifen, erfahren Sie kompakt zusammengestellt in unserer Personal Beratung.